Dachbegrünung mit Rasen
Grundsätzlich kann Rasen auf dem Dach mittels Ansaat oder als Fertigrasen etabliert werden, wie zu ebener Erde auch. Bei Fertigrasen muss auf Sandboden gezogene Qualität verwendet werden. Von entscheidender Bedeutung ist auch die Wahl des richtigen Rasentyps und -aufbaus. Es ist eindeutig zu klären, wofür der Rasen später verwendet werden soll. Steht dies fest, so kann der passende Gründachaufbau und der geeignete Rasentyp mit angepasstem Wasser- und Dünge-Management gefunden werden.
Im Vergleich zum gewachsenen Boden muss auf dem Dach noch mehr Augenmerk auf der Bewässerung und Nährstoffversorgung liegen. Wichtig ist eine kontinuierliche Versorgung von Anfang an. Ein umgegrabener Gartenboden setzt Nährstoffe frei und erhält auch von unten eine Nachlieferung an Feuchtigkeit. Dies ist beim Dachsubstrat nicht gegeben. Aus Umweltschutzgründen erfolgt keine Aufdüngung von Substraten. Demzufolge muss mehr gedüngt und ggf. auch häufiger bewässert werden.
Der richtige Rasentyp
Regel-Saatgutmischungen der FLL(Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau) sowie die Angaben der Fertigrasen- und Saatgutanbieter.
Der richtige Aufbau
Für Gründächer mit überwiegendem Rasenanteil empfiehlt sich folgender Aufbau. Er ist stabil auch unter Belastung (Mähen, Spielen, etc.):
Systemaufbau
- 1: Rasen als Ansaat oder Rollrasen
- 2: Systemerde Rasen ab 20 cm.
< 35 cm in Kombination mit mineralischem Untersubstrat Zincolit® Plus. - 3: Systemfilter TG
- 4: Stabilodrain® SD 30
- 5: Isolierschutzmatte ISM 50
- 6: Dachaufbau mit wurzelfester Abdichtung

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Bitte beachten Sie, dass eine exakte Zuordnung der Legende in dieser Druckdarstellung nicht für jeden Browser gewährleistet ist. Für präzisere Angaben empfehlen wir Ihnen die CAD-Grafiken im Planungsportal unter www.zinco.de/planungsportal.
Bei Sportplätzen muss je nach Anforderung die DIN 18035 Teil 4 beachtet werden und es müssen abweichend von der Systemerde „Rasen“ entsprechende Rasentragschichten eingebaut werden. Wir helfen Ihnen dazu gerne weiter.



Um auch in Trockenzeiten einen grünen Rasen zu erhalten, sollte eine professionelle Bewässerung auf dem Gründach eingebaut werden. Dies kann in Form von Versenkregnern oder einer entsprechend eng verlegten Tropfbewässerung erfolgen.
Die seitens der Düngemittelhersteller gemachten Angaben sind für Dachsubstrate – besonders in der Anfangsphase – meist zu gering bemessen. Gut ist es sich auf jeden Fall, sich an der oberen Angabe (meist für sandige Böden) oder sogar noch darüber zu orientieren und rechtzeitig nachzudüngen.
Ein sauberer und regelmäßiger Schnitt vermindert hohe Verdunstungsverluste und sorgt für ein anhaltend gutes Aussehen.